FÜR ANGEHÖRIGE

Es ist mir ein großes Anliegen hier einige wichtige Informationen für Angehörige von Personen, die derzeit emotional belastet sind oder an psychischen Erkrankungen leiden, zusammenzustellen.

bei akuten krisensituationen:

Falls Ihre Freund*innen, Partner*innen, Familienmitglieder oder Kolleg*innen eine akute psychische Krise erleben, möchte ich Sie auf die Seite mit Informationen zu den Krisendiensten und Beratungsstellen hinweisen:

In solchen Situationen ist es sehr wichtig, dass Sie mit einer Krisenstelle Kontakt aufnehmen. Die professionellen Teams dieser Stellen können in diesen Fällen Sie und die betroffene Person beraten und die notwendigen Schritte einleiten. Dies könnte bedeuten, dass ein Krankenwagen gerufen wird und die betroffene Person in eine Klinik, beispielsweise in eine psychiatrische Institutsambulanz gebracht wird.

welche schritte könnten sie gehen um jemandem zu helfen?

Falls Sie sich in Ihrem Umfeld Sorgen um eine Person und deren Wohlbefinden machen, möchte ich Sie darin bestärken dieser Person das mitzuteilen. Es kann für Menschen, die sich emotional und körperlich belastet fühlen, schwierig sein, sich aktiv Hilfe zu suchen. Es ist schon mal ein sehr großer Schritt für sich selbst zu erkennen, dass es einem nicht gut geht und dass eine professionelle Hilfestellung notwendig und erwünscht ist.

Zusammen könnten Sie sich über Psychotherapie-Methoden informieren und Beratungsstellen um kostenlose psychosoziale Beratungen anfragen. Je nachdem, wie akut die Situation ist und welche finanziellen Möglichkeiten vorhanden sind, könnten Sie bei der Krankenkasse der Person nach Informationen zu möglichen Unterstützungen fragen.

Da mich oft Angehörige von Personen kontaktieren, möchte ich hier mitteilen, dass die Personen, die mit einer Psychotherapie beginnen wollen, mich selbst kontaktieren müssen. Sie könnten meine Kontaktinformationen an die Personen vermitteln, diese können dann für sich entscheiden, ob Sie mich kontaktieren möchten.

wie schützen sie sich dabei selbst?

In Situationen, in denen Sie jemanden unterstützen, der professionelle psychologische, psychotherapeutische und/oder psychiatrische Hilfe braucht, ist es sehr wichtig, dass Sie dabei auch gut auf sich selbst aufpassen. Es könnte ermüdend und frustrierend sein, wenn Sie wissen, dass beispielsweise die betroffene Person sich professionelle Hilfe suchen sollte, die aber nicht in Anspruch nimmt. Bei solchen Fällen würde ich Ihnen raten, dass auch Sie für sich professionelle Unterstützung suchen. Das könnte eine eigene Psychotherapie, psychosoziale Hilfe und/oder auch eine Teilnahme an Selbsthilfegruppen sein.